Manchmal sind es die kleinen Dinge…

Es gibt eine winzig kleine Szene, die Dial M For Murder (Spoiler nicht ausgeschlossen!) in meinen Augen davon abhält, in die Spitzenliga der besten Hitchcock-Filme zu gelangen. Wenn Chief Inspector Hubbard am Ende des Films zum Telefon greift und sich anschließend seinen Schnurrbart mit einem kleinen Kamm zurechtzupft, dann werde ich das Gefühl nicht los, dass das (eigentlich dramatische) Ende durch diese kleine Geste ein wenig seiner Wirkung verliert. Auch wenn John Williams seine Figur mit solchem Gusto spielt, dass man diese Kleinigkeit eigentlich übersehen könnte, stört mich diese kleine Geste immer wieder.
Sicherlich ist Hitchcock nicht zuletzt auch für seinen Humor bekannt und es gibt ja auch in anderen Filmen so manche Szene, die durch solche kleinen Gesten aufgeheitert wird, aber hier wirkt es auf mich eher befremdlich als erheiternd.

Und wenn ich schonmal dabei bin: Natürlich sind es meist die kleinen Fehler, die einen Täter überführen, aber es ärgert mich jedesmal, dass Tony Wendice eigentlich nur deswegen auffliegt, weil er den Koffer mit dem Geld so schlampig “versteckt” hat. Jeder andere Platz wäre besser gewesen als ihn unter eine leichten Decke AUF das Bett zu legen. Und die Zeit dafür hätte er auch noch gehabt – es hätte ja gereicht, den Koffer UNTER das Bett zu schieben oder vielleicht einfach irgendwo abzustellen, wo a) nicht jeder drüber stolpert, der in den Raum kommt und b) es niemandem auffallen würde, wenn dort ein Koffer steht.
Wobei Mark Halliday bei letzterem vielleicht auch stutzig geworden wäre, als Wendice von Hubbard auf den Koffer angesprochen wird. Von dem anderen Verdacht, den Hubbard wegen dem gefundenen Schlüssel hatte, natürlich mal ganz abgesehen.

Und ja, manchmal mache ich mir zuviele Gedanken über die Filme, die ich sehe.

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