Content is King!

Diese Aussage kam im Zusammenhang mit der aktuellen “der PC als Spiele-Plattform ist tot”-Diskussion, die vor allem in den USA derzeit ziemlich um sich greift:

“Wrath of the Lich King will have a larger impact for the furthering of the PC than PC hardware developers getting together and agreeing the PC should be doing better.”

Interessant daran ist daran vor allem, dass man das genauso gut auf die Musik- oder die Filmindustrie übertragen kann. Was zählt sind nicht die technischen Möglichkeiten oder die Plattformen auf denen sich etwas abspielt, sondern der Content, der mir als Konsument zur Verfügung steht.
Das gilt bei PC- oder Konsolenspielen (was nützt mir die tolle Grafik einer PS3 oder X360, wenn mich die Spiele nicht ansprechen?) genauso wie bei Filmen (Wird ein Film besser weil Bild und Ton in HD daher kommen?) und Musik (Wieso wundern sich Plattenlabels über niedrige Verkäufe, wenn 99% der Musik im Mainstream-Bereich völlig gleich klingen?).

Und auch wenn ich es immer für sehr bedenklich halte, beim Thema Raubkopien etwas anzuschneiden, was fast nach einer Rechtfertigung klingt, fand ich dieses Zitat im selben Zusammenhang auch sehr interessant:

“Rampant piracy is just unserved customers.”

Das soll und darf kein Argument für Raubkopierer sein, aber ich bin sicherlich nicht der einzige Film- und/oder Serienfan, der sich regelmäßig darüber ärgert, dass man monate- oder gar jahrelang warten muss, manche Serien oder Filme zu sehen zu kriegen. Im PC-Bereich ist es ähnlich, sobald es um die Veröffentlichung von für den deutschen Markt gekürzten Versionen geht.
Und noch ein Wort zu der Frage ob der PC tot ist: Plattformen wie Steam oder Gametap und Abo-Einnahmen aus MMOs fließen derzeit in kaum eine Statistik ein, die Verkaufszahlen von PC- und Konsolenspielen auswertet. Eine interessante Tatsache, wenn man bedenkt dass z.B. Blizzard allein mit World of Warcraft deutlich mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz macht pro Jahr.
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