Europäische Siege. Außerdem: Lockere Schrauben

Steam sagte mir vorhin, dass ich jetzt insgesamt 24 Stunden lang Civilization 4: Colonization gespielt habe.

24 Stunden, in denen ich nicht ein einziges Mal auch nur annähernd einen Sieg erringen konnte. Stattdessen unzählige Versuche, wenigstens ein ordentliches Startgebiet zu finden – mit dem Ergebnis, dass ich teilweise erst nach 10 oder gar 15 Runden die erste Siedlung gründen konnte. Also viel zu spät eigentlich, wenn man das Gesamtspiel betrachtet.
Im Internet kursieren derweil zahlreiche Tipps, die aber alle darauf hinauslaufen, dass man eine ganz bestimmte Strategie verfolgen muss anstatt sich selbst einen Weg zu suchen. Auch nicht grade mein Ding.
Also kassiert mein jeweiliger Herrscher einen “Europäischen Sieg” nach dem Nächsten und ich frage mich, ob es nicht doch noch eine Schwierigkeitsgrad UNTER “easiest” geben sollte…

Zur Frustbewältigung diente heute zum Glück ein cooles Hands-on Preview zu Banjo Kazooie: Schraube locker. Sieht ziemlich witzig aus und kommt zumindest in den USA zum Budget-Preis raus, auch wenn amazon.de den Titel noch für 64 Euro führt.
Ich hoffe auf ne Demo, aber das Interesse ist in jedem Fall geweckt.

Civilization 4: Colonization

Ich habe wirklich nichts gegen komplexe Simulationen, die nicht für den dümmsten anzunehmenden Spieler konzipiert sind, aber man kann es auch übertreiben.
Nicht nur dass eine Mission ca. 4 Stunden dauert, wenn man eine halbwegs ordentliche Zahl an Settlements hat… In insgesamt 5 Anläufen auf der Schwierigkeitsstufe “easiest” hatte ich nichtmal annähernd eine Chance, auch nur vom Sieg träumen zu dürfen. Der Begriff “vernichtende Niederlage” erscheint noch viel zu positiv dafür.

Ja, das Spiel macht Spaß und der Aufbau der einzelnen Kolonien ist abwechslungsreich und herausfordernd gestaltet. Dass man im Endgame (also wenn es um die Unabhängigkeit geht) aber so dermaßen chancenlos ist, macht das ganze eher frustrierend als alles andere.

(Und ja, mir ist durchaus bewusst, dass auch das Originalspiel eine ziemliche Herausforderung war.)

Random Quote of the Week

Many class changes. You won’t like the ones made to your own class but you’ll think the changes made to the 9 other classes are all overpowered.

- Tigole zum neuesten Beta-Patch von Wrath of The Lich King

Gappe auf die Straße und mach 1 Manual

Eine deutsche “Übersetzung” von skate. rauszubringen ist merkwürdig. Und ich weiss überhaupt nicht was ich machen muss, um irgendwohin zu gappen. Oder was gappen überhaupt ist.

Außerdem: Warum ist das Spiel auf französisch wenn meine Oberfläche auf englisch eingestellt ist?

Und falls es nicht zu spät ist hätte ich für den zweiten Teil auch noch ein paar Verbesserungsvorschläge. Vor allem die Erkennung der Tricks muss besser werden… Warum wird aus einem Kickflip bei mir fast immer ein Shuvit (oder umgekehrt)?
Und die gegnerischen Skater sind bei Trick-Events teilweise zu unausgewogen. Da kommen manchmal Punkte zusammen, das ist einfach kaum zu schlagen, während man ein anderes Mal mit den simpelsten Tricks gewinnen kann.

Komischer Umrechnungskurs

TV-Folgen über iTunes zu kaufen, ist eigentlich ziemlich cool. Dank Breitband-Internetanschluß kann man wirklich direkt nach dem Kauf anfangen zu gucken, während der Rest noch heruntergeladen wird. Und das sogar in recht guter Qualität. Dazu kommt natürlich noch der Bonus zumindest ausgewählte Serien in Englisch kaufen zu können.
Warum eine Serienfolge, die in den USA $1,99 kostet, bei uns mit 2,49 € zu Buche schlägt, ist mir allerdings nicht so ganz klar. Unter Berücksichtigung des aktuellen Wechselkurses ist das immerhin ein Aufschlag von rund 75%. Dass man solche Preise bei physikalischer Ware nie so wirklich vergleichen kann, leuchtet mir ja ein. Aber bei einem reinen Download-Produkt ist das schon mehr als lächerlich.
Und zumindest für mich ein Grund, dieses Angebot nicht öfters wahrzunehmen. Und ein Grund weniger für einen videofähigen iPod oder gar Apple-TV. Naja, wer [die Kunden] nicht will, der hat schon.

Und ganz ohne Zusammenhang dazu: Explosionen sehen in HD besser aus, was aber den Film drumrum nicht zwangsläufig besser macht.

Manchmal sind es die kleinen Dinge…

Es gibt eine winzig kleine Szene, die Dial M For Murder (Spoiler nicht ausgeschlossen!) in meinen Augen davon abhält, in die Spitzenliga der besten Hitchcock-Filme zu gelangen. Wenn Chief Inspector Hubbard am Ende des Films zum Telefon greift und sich anschließend seinen Schnurrbart mit einem kleinen Kamm zurechtzupft, dann werde ich das Gefühl nicht los, dass das (eigentlich dramatische) Ende durch diese kleine Geste ein wenig seiner Wirkung verliert. Auch wenn John Williams seine Figur mit solchem Gusto spielt, dass man diese Kleinigkeit eigentlich übersehen könnte, stört mich diese kleine Geste immer wieder.
Sicherlich ist Hitchcock nicht zuletzt auch für seinen Humor bekannt und es gibt ja auch in anderen Filmen so manche Szene, die durch solche kleinen Gesten aufgeheitert wird, aber hier wirkt es auf mich eher befremdlich als erheiternd.

Und wenn ich schonmal dabei bin: Natürlich sind es meist die kleinen Fehler, die einen Täter überführen, aber es ärgert mich jedesmal, dass Tony Wendice eigentlich nur deswegen auffliegt, weil er den Koffer mit dem Geld so schlampig “versteckt” hat. Jeder andere Platz wäre besser gewesen als ihn unter eine leichten Decke AUF das Bett zu legen. Und die Zeit dafür hätte er auch noch gehabt – es hätte ja gereicht, den Koffer UNTER das Bett zu schieben oder vielleicht einfach irgendwo abzustellen, wo a) nicht jeder drüber stolpert, der in den Raum kommt und b) es niemandem auffallen würde, wenn dort ein Koffer steht.
Wobei Mark Halliday bei letzterem vielleicht auch stutzig geworden wäre, als Wendice von Hubbard auf den Koffer angesprochen wird. Von dem anderen Verdacht, den Hubbard wegen dem gefundenen Schlüssel hatte, natürlich mal ganz abgesehen.

Und ja, manchmal mache ich mir zuviele Gedanken über die Filme, die ich sehe.

Manche Dinge ändern sich nie…

Diablo II, Ende vom 2.Akt… alle Quests erledigt, halbwegs ordentliche Ausstattung und nicht mal annähernd eine Chance bei Duriel.
Immer das gleiche…

Random Quote of the Week

We know you all like Spider-Pig. Can we now talk about something else you liked about the movie?

Rich Moore
(im “Animator’s Commentary” des Simpsons-Films zu den Reaktionen des Testpublikums auf die Spider-Pig-Sequenz)

Content is King!

Diese Aussage kam im Zusammenhang mit der aktuellen “der PC als Spiele-Plattform ist tot”-Diskussion, die vor allem in den USA derzeit ziemlich um sich greift:

“Wrath of the Lich King will have a larger impact for the furthering of the PC than PC hardware developers getting together and agreeing the PC should be doing better.”

Interessant daran ist daran vor allem, dass man das genauso gut auf die Musik- oder die Filmindustrie übertragen kann. Was zählt sind nicht die technischen Möglichkeiten oder die Plattformen auf denen sich etwas abspielt, sondern der Content, der mir als Konsument zur Verfügung steht.
Das gilt bei PC- oder Konsolenspielen (was nützt mir die tolle Grafik einer PS3 oder X360, wenn mich die Spiele nicht ansprechen?) genauso wie bei Filmen (Wird ein Film besser weil Bild und Ton in HD daher kommen?) und Musik (Wieso wundern sich Plattenlabels über niedrige Verkäufe, wenn 99% der Musik im Mainstream-Bereich völlig gleich klingen?).

Und auch wenn ich es immer für sehr bedenklich halte, beim Thema Raubkopien etwas anzuschneiden, was fast nach einer Rechtfertigung klingt, fand ich dieses Zitat im selben Zusammenhang auch sehr interessant:

“Rampant piracy is just unserved customers.”

Das soll und darf kein Argument für Raubkopierer sein, aber ich bin sicherlich nicht der einzige Film- und/oder Serienfan, der sich regelmäßig darüber ärgert, dass man monate- oder gar jahrelang warten muss, manche Serien oder Filme zu sehen zu kriegen. Im PC-Bereich ist es ähnlich, sobald es um die Veröffentlichung von für den deutschen Markt gekürzten Versionen geht.
Und noch ein Wort zu der Frage ob der PC tot ist: Plattformen wie Steam oder Gametap und Abo-Einnahmen aus MMOs fließen derzeit in kaum eine Statistik ein, die Verkaufszahlen von PC- und Konsolenspielen auswertet. Eine interessante Tatsache, wenn man bedenkt dass z.B. Blizzard allein mit World of Warcraft deutlich mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz macht pro Jahr.

Random Quote of the Week

Counter-Strike had 80,000 players back in year 2000; we release a patch and that dropped to zero. Then, over the next few days we watched the number creep back up (as people manually installed the patch). It was like scheduling a panic attack for everyone in the building.